Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral - Heinrich Böll
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"Über mich selbst" (1959)

Geboren bin ich in Köln, wo der Rhein, seiner mittelrheinischen Lieblichkeit überdrüssig, breit wird, in die totale Ebene hinein auf die Nebel der Nordsee zufließt; wo weltliche Macht nie so recht ernst genommen worden ist, geistliche Macht weniger ernst, als man gemeinhin in deutschen Landen glaubt; wo man Hitler mit Blumentöpfen bewarf, Göring öffentlich verlachte, den blutrünstigen Gecken, der es fertigbrachte, sich innerhalb einer Stunde in drei verschiedenen Uniformen zu präsentieren; ich stand, zusammen mit Tausenden Kölner Schulkindern Spalier, als er in der dritten Uniform, einer weißen, durch die Stadt fuhr; ich ahnte, daß der bürgerliche Unernst der Stadt gegen die neu heraufziehende Mechanik des Unheils nichts ausrichten würde; geboren in Köln, das seines gotischen Domes wegen berühmt ist, es aber mehr seiner romanischen Kirchen wegen sein müßte; das die älteste Judengemeinde Deutschlands beherbergte und sie preisgab; Bürgersinn und Humor richteten gegen das Unheil nichts aus, jener Humor, so berühmt wie der Dom, in seiner offiziellen Erscheinungsform schreckenerregend, auf der Straße manchmal von Größe und Weisheit.

Geboren in Köln, am 21. Dezember 1917, während mein Vater als Landsturmmann Brückenwache schob ...


Seine Website: http://www.heinrich-boell.de/

Was ich noch zu sagen hätte:
Es ist immer jetzt. Es gibt keine Zukunft, die besser sein wird. Dein Jetzt ist zugleich auch immer deine Zukunft, nichts wird sich ändern (in Zukunft). Genau so wie du jetzt bist, was du jetzt tust, das ist auch deine Zukunft. Willst du etwas anders haben, dann geht das nur jetzt zu ändern. Sei jetzt zufrieden und du wirst in Zukunft zufrieden sein.
Herzlichst Marion


Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral
 

 

  
Hier stand einmal die Original Anekdote von Heinrich Böll. Leider fühlte sich eine Dame dazu berufen wegen lächerlicher Urheberrechtsverletzungen darauf aufmerksam zu machen, dass dieser Text gelöscht werden muss.

Was für eine Welt, wo Geld und das kleine Ego einer Verlegerin mal wieder wichtiger ist, als Bildung. Lachen wir drüber :-)

 
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